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Stephen Hawking: Die Illustrierte Kurze Geschichte der Zeit - Sachbuch -

Wo ist Gott? Steckt er irgendwo im Universum und hat er den Urknall überlebt, den er möglicherweise selbst initiierte? Die moderne Physik forscht und Stephen Hawking präsentiert ihre interessanten Fakten, die Aufschluss über viele Fragen geben, wie z. B. zu der o. g.! Die theoretische Physik ist jedenfalls dicht daran, eine Weltformel zu entdecken! Das verdeutlicht der Autor in diesem illustrierten und somit sehr anschaulichen und empfehlenswerten Buch. Und als interessierter und neugieriger Leser fragt man sich, ob es nach Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie wirklich einmal möglich ist, Wurmlöcher im All zu schaffen und durch sie auf Zeitreisen zu gehen?
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Christa Wolf: Der geteilte Himmel

Wie wenig weiß man als „Wessi“ doch immer noch über „die Ossis“, vor allem über ihr Leben in der damaligen DDR. Ich für meinen Teil finde das immer wieder erschreckend!*) Aber Christa Wolf, die unerbittliche Sozialistin und ausgezeichnete Erzählerin hat mich wieder einmal aufgeklärt. Vielleicht wäre es nach mehr als 25 Jahren für uns „Wiedervereinigte“ auf beiden Seiten, vor allem für uns ältere, nach dem Mauerfall auch die Grenzen in den Köpfen endlich fallen zu lassen. Für ein besseres Verständnis, gerade in dieser brisanten politischen Phase in unserem Land, wäre dieser Vorsatz sicher sehr hilfreich. Denn eine Kanzlerin aus der DDR mit Wurzeln in der BRD macht noch keinen Sommer! (Übrigens auch ein Ranicki-Tipp, ein weiterer findet sich gleich unten stehend!)
*) Allerdings denke ich, dass das "Wessi-Ossi-Thema" von Generation zu Generation immer weniger eine Rolle spielen wird!

William Morris: Kunde von Nirgendwo (News fron Nowhere). Eine Utopie der vollendetsten kommunistischen Gesellschaft.

Ein sehr interessanter Roman des Engländers William Morris, der übrigens auch als Kunsthandwerker bzw. Designer Furore machte. Auf diesen Autor bin ich durch Oscar Wildes „De profundis“ aufmerksam geworden. Sicher wird sich eine ideale kommunistische Gesellschaft, die er in seinem Werk aus dem Jahre 1890 beschreibt, nie verwirklichen lassen, aber ich habe es interessant gefunden, es zu lesen, weil er mir, aber vielleicht auch anderen Lesern, durchaus Denkanstöße für die Gegenwart vermittelte. Mein Fazit: Auch Utopien aus dem vorletzten Jahrhundert besitzen eine Daseinsberechtigung, so lange die Menschen sich nicht wesentlich ändern; und das wird (leider) nie der Fall sein! Zudem ist mir im o. g. Kontext das Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen (BEG) für alle" eingefallen.

Oscar Wilde: De profundis (Lat. „Aus den Tiefen“)

Weltliteratur aus der Versenkung: Wilde schrieb 1897 einige Wochen vor seiner Entlassung aus dem Zuchthaus in Reading den o. g. Brief an seinen Ex-Geliebten, der ihn jedoch nie erreichte. Erst 1962 wurde das Manuskript vollständig und korrekt publiziert. Es erschien in dem Band The Letters of Oscar Wilde. Das vorliegende Werk ist literarisch anspruchsvoll und menschlich bewegend; eine seltene Kombination, die emotional sowie intellektuell überzeugt. Absolut lesenswert!

Carlos Ruiz Zafón: Marina

Eine leichte Feder schreibt seichte Unterhaltung! Zafón fabuliert exzellent, beschreibt bildreich und nimmt seine Leser in eine vergessene Welt Barcelonas mit, die aus Liebe und Horror besteht. Der Leser ist gefangen. Doch zum Schluss platzt die Spannung wie eine Seifenblase. Was bleibt, ist ein Nichts aus Beliebigkeit ... Marina war übrigens das erste Buch der Barcelonatrilogie, es erschien allerdings als Letztes.

Marko Rostek: 33 Tage - Der letzte Sommer des alten Europas -

- Wem ein Sachbuch zu anspruchsvoll bzw. zu nüchtern ist, ist mit diesem Roman, der die diplomatischen Aktivitäten kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs dokumentiert, gut bedient. Eigentlich war den Beteiligten Österreichs und Deutschlands klar, dass eine Kriegserklärung an Serbien nur in ein Chaos führen konnte. Aber ihr bornierter Größenwahn und die Machtsmachtsansprüche der Gegner, beides eingebettet in männliche Eitelkeit, führten in das Chaos, das mit der Katastrophe des 2. Weltkriegs erst seinen abschließenden Höhepunkt in dem Untergang des sogenannten "Großdeutsches Reiches" fand.

Fred Vargas: Der verbotene Ort. Krimilesung DAV - Hörbuch -

Vampire sterben nicht aus. Zumindest nicht bei der spanischen Autorin Fred Vargas. Ihr Kriminalinspektor Abensberg wird in Serbien fündig und entdeckt eine ganze Brut, aus der einer noch 300 Jahre später aktiv ist. Die Lösung des Falls war mir alsbald klar, aber Vargas ließ ihre Leser bzw. Hörer zappeln, von denen sich sicher ein Großteil gut unterhalten fühlte. Mir taugte die ganze Geschichte nur als Kurzweil beim Autofahren. Ein Buch dieser Bestseller-Autorin zu lesen scheint mir persönlich vertane Lebenszeit zu sein.