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Volker Weidermann: Das Buch der vebrannten Bücher

Thema: 10. Mai 1933 - Das Buch erzählt die Lebensgeschichten aller Autoren, deren Werke damals in Flammen aufgingen. -
Dieses "Dokument gegen das Vergessen" ist sehr informativ und es ist wirklich erstaunlich und erschreckend zu gleich, dass es die Nazis (aber später auch die junge BRD) geschafft hat, viele Autoren auszulöschen. An manchen Stellen ist mir das Buch zu sehr kommentierend und wertend, aber trotzdem hat es sich für mich gelohnt, es zu lesen.
Letzte Posts

"Jüdisches Leben" in München - Sachbuch -

Das Buch bietet einen Überblick über das jüdische leben in München vom Mittelalter bis heute. Es kam 2008 zur 850 Jahrfeier der Stadt München und anderer Seits zum Neubau des jüdischen Zentrums am Jakobs-Platz heraus. Mich interessiert das Thema besonders, weil die Spuren unserer jüdischen Mitbürger in der "Hauptstadt der Bewegung" im "1000jährigen Reich" (fast) vollkommen beseitigt wurden. Die Zusammenstellung von Geschichte, Fakten und menschlichen Schicksalen beeindruckte mich sehr!

Walter Kirchner: Die Ameisen - Sachbuch -

„Die Ameisen gehen durchs Land, lange Karawanen, eilen fleißig durch den Sand auf gepflegten Bahnen, wenn es einem schwierig scheint, etwas fort zu schieben, transportieren es vereint, sechse oder sieben.“ Das ist ein Teil eines alten Kinderreimes. Ja, bereits als Kind fanden wir diese Tierchen interessant und faszinierend. Allerdings sind wir mit ihnen nicht immer wohlwollend umgegangen. Das haben diese kleinen Krabbeltiere eigentlich nicht verdient, weil sie beispielsweise in unseren Wäldern wichtigen Aufgaben nachkommen, die diese schützen. Zudem leben Ameisen wie wir Menschen in Gemeinschaften und sind somit soziale Wesen. Deshalb denke ich, kann ihr Verhalten uns durchaus als Spiegel dienen. Bei näherer Betrachtung zeigt es sich allerdings, dass die kleinen Tierchen mit ihren Artgenossen nicht selten solidarischer umgehen, als wir mit den unsrigen. Somit lohnt es sich durchaus, Walter Kirchners Aufzeichungen über die Ameisen zu lesen!

Platon: Sämtliche Werke – Band 2

Dieser über 600 Seiten starke Band hat folgende Texte des außergewöhnlichen Denkers der Antike hauptsächlich in der Übersetzung von Schleiermacher in quasi chronologischer Reihenfolge zum Inhalt: Lysis, Symposion, Phaidon, Kleitphon, Politeia, Phaidors. Wobei mir die Politeia bereits bekannt war und ich sie deshalb nicht nochmals las. Fazit: Platon zu lesen bereitet mir immer wieder großen Spaß und macht mir zudem sehr viel Freude! Zum Glück habe ich noch einiges von ihm zu rezipieren. Und vor allem darüber nachzudenken, was uns dieser Philosoph im 21. Jahrhundert (noch) zu sagen hat!

Ljudmilla Ulitzkaja: Medea und ihre Kinder

Die 1947 in Dawlekanowo geborene russische Autorin lebt heute in Moskau und hat sich als Putin-Kritikerin geoutet. Ein Dutzend Ihrer frauenaffinen Romane wurden inzwischen ins Deutsche übersetzt. Der o. g. Roman mit literarischem Anspruch, überzeugte mich mit einer gut geschriebenen Story, die auf der Krim spielt. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht die Titelfigur des Romans, „Meda“, eine geborene Griechin, die ihren vielfach verzweigten Familienclan aufrechterhält und große und kleine Probleme managet.

Thomas Anz: Marcel Reich-Ranicki – Portrait –

Dieses Portrait über den „Literaturpapst“ Reich-Ranicki, er starb 2013,  ist sehr interessant. Reich-Ranicki  wird er als Kritiker unnachahmlich und vor allem unvergesslich bleiben, das ist sicher! Er entdeckte Talente und entthronte Größen mit seiner spitzen Feder und im Fernsehen mit seiner flotten Zunge, wobei er die Spreu vom Weizen trennte, und auf diese Art und Weise unzählige Menschen zum Lesen anregte, von denen bestimmt viele ohne sein Dazutun nicht zum Buch gegriffen hätten. Hier noch ein Reich-Ranicki-Kriterium für ein gutes Buch: Es darf einen nicht ermüden, es muss einen erschüttern!