Es ist nach „Der fromme Tanz“ der zweite Roman des Autors und erschien im Jahr 1929. Historisch korrekte Fakten stehen in diesem Roman nicht im Vordergrund, sondern psychologische und analytische Interpretationen der Ereignisse. Es ist interessant wie an vielen Stellen, besonders bei den Beschreibungen der jungen gut aussehenden Krieger, Manns sexuelle Präferenz erkennbar wird. Das wirkt auf mich reizend aber auch infantil und vor allem ehrlich, und deshalb liebenswert! Jedenfalls halte ich dieses Werk nicht nur für liebenswert, sondern vor allem für lesenswert, denn wenn es auch bei vielen Kritikern umstritten war bzw. ist, stellt es für mich insgesamt eine Besonderheit in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts dar.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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