Dieser Roman (angeblich ein Besteller) wird aus der Sicht einer intellektuellen Ratte erzählt, die beim Bücherfressen in einer Buchhandlung das Lesen erlernt hat, weil sie - so berichtet sie - ein hochbegabtes Mitglied ihrer Spezies sei. Jedenfalls rezitiert sie aus Weltliteratur und gibt ihre Lieblingsautoren an. Parallel dazu erzählt die Ratte „Firmin“ vom Verfall bzw. Abriss des Stadtteils in dem sie lebt.
Ich habe schon bessere Bücher gelesen die in Buchhandlungen spielen, z. B. „Die kleine Kartäuserin“ von Pierre Pejuvon und vor allem „Das geheime Leben der Bücher“ von Régis de Sá Moreira. Dieses kleine Büchlein kann ich wahren Leseratten als Sommerlektüre wärmstens empfehlen!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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