Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, Sprache und Stil sind einfach großartig. Vordergründig geht es um einen Aufenthalt in den USA, genauer gesagt in L.A vor ca. 20 Jahren. Reflektiert wird vor allem die - so genannte - Wende unter Einbeziehung folgender und anderer Themen: das Leben in der DDR, die Immigration deutscher Juden nach Amerika in den 30ger Jahren des 20. Jahrhunderts, die Stasiakten, Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Christa Wolfs Ton wirkt teilweise selbstgefällig, was mich bei einer lebenserfahrenen linken Intellektuellen, wie sie es ist, allerdings nicht verwundert. Diese Note verleiht dem vielleicht letzten „Schreibwerk“ dieser Autorin einen gewissen Charme. Jedenfalls lässt mich Christa Wolfs Roman ambivalent, nämlich positiv nachdenklich, zurück!
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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