Der Schweizer Robert Walser war ein intellektueller sensibler Außenseiter. - Die Betonung liegt auf sensibel! - Seine Werke überzeugen durch scharfe Beobachtung, (vor allem) durch Einfühlungsvermögen, menschliche Wärme und hohe sprachliche Begabung. Letztendlich hat ihn seine Sensibilität und damit seine Verletzlichkeit in die Isolation geführt. Seine letzten Lebensjahrzehnte verbrachte er in der Psychiatrie. Robert Walser ist für Kenner der deutschsprachigen Literatur längst kein Geheimtipp mehr und für mich persönlich um Klassen lesenswerter als sein Namensvetter mit dem Vornamen Martin, mit dem er nicht verwandt ist.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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