Direkt zum Hauptbereich

Herbert Rosendorfer: Stephanie und das vorige Leben

 Herbert Rosendorfer: Stephanie und das vorige Leben Nach längerer Zeit nahm ich mir mal wieder einen „Rosendorfer“ zur Hand. Diese Geschichte, in der eine junge Frau namens Stephanie steht, spielt zwischen den Welten von Realität und Fantasie und transferiert die Protagonistin ins spanische Granada des 18. Jahrhunderts. Zunächst erzählt Stephanies Bruder von seiner Schwester und ihrem Abenteuer, aber später schildert die Protagonistin ihre surrealen Erlebnisse selbst, wobei auch der Klerus ein wenig "mitredet". Aus meiner Sicht sind Herbert Rosendorfers Ausführungen recht nett. Er, der im Hauptberuf als Richter fungierte, verstand es Leser:innen zu unterhalten, zu fesseln allerdings eher nicht.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nathalie Sarraute: Die goldenen Früchte

Nathalie Sarraute erzählt die „Geschichte“ eines Romans, der nicht existiert! Geschrieben ist er im Stil des „Nouveaus“, den die Autorin im Frankreich der 60er Jahre mitbegründete. Diese Art des Schreibens ist eher deskriptiv, wenn sie Handlung transferiert. Auf den konventionellen Leser wirkt dieses retardierend. 1964 wurde die Autorin für ihren Roman, der mich einerseits irritierte und andererseits faszinierte mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Wer einmal „ausgetretene“ Literaturpfade meiden möchte, ist mit diesem eher kurzgehaltenen Roman bestens bedient und vielleicht auch, wie ich, von ihm und seiner Thematik angetan!

Jan Rankin: Ein Rest von Schuld“ - Krimi -

Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!