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George Saunders: Lincoln im Bardo S

Als Bardo wird in der tibetischen Tradition der Zwischenraum von Leben und Tod bezeichnet, in ihm spielt diese Geschichte. Derjenige der sich darin befindet, ist der mit 11 Jahren verstorbene Sohn Willie des amerikanischen Präsidenten Lincoln, den verständlicherweise dieser Verlust in eine Krise stürzt. Saunders, der vorher ausschließlich Kurzgeschichten schrieb, zeigt in diesem Roman literarisch überzeugend, wie Lincoln mit dieser tragischen Situation umgeht und sie bewältigt. Am Liebsten hätte ich dieses ausgezeichnete Buch in einem Rutsch gelesen, allerdings sind dafür 443 überzeugende Seiten doch ein bisschen viel.

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