Im Mittelpunkt der Story steht Willi, der
Apotheker! Ein Mensch mit Taschentuch, der sozusagen scheinbar überall
zu finden ist, und sich irgendwie zwischen Vergangenheit und Gegenwart
in Richtung Zukunft bewegt. Willi scheint ein wenig aus der Zeit
gefallen zu sein und muss doch mit und in ihr leben und sich mit ihr
arrangieren. Ja und weshalb sollte es ihm besser gehen als vielen
anderen Zeitgenossen! Was die exzellent beobachtende Brigitte Kronauer,
die 2005 den Georg Büchnerpreis erhielt, ihren Leserinnen und Lesern
bietet, lässt sich für mich letztlich als erzählter Alltag auf gutem literarischen Niveau bezeichnen.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen