Wolf Wondratscheck lässt ein berühmtes Cello aus dessen langem Leben
erzählen und der Leser nimmt jeden Satz ab, den dieses wunderbare
Instrument von sich preisgibt. Es wurde 1711 von Antonio Stradivari
gebaut und behauptet zu Recht ein Kunstwerk und darüber hinaus eine
Legende zu sein. Es ist mehr als 300 Jahre alt und klingt wie am ersten
Tag, wenn es erlebte Episoden aus seinen Saiten ausplaudert, deren
Augen- und Ohrenzeuge es war. Der Leser folgt Wondratscheks lebendigen
Ausführungen dankbar, weil sie ihn in eine längst vergessene Welt
entführen. Letztendlich ist diese Erzählung nichts anderes als eine
wunderbare Hommage an die Kunst!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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