Stevenson, weltbekannt durch seinen Roman „Die Schatzinsel“
thematisiert zum Ende des 19. Jahrhunderts in diesem Werk das
Doppelgängermotiv. Wobei sich die Frage stellt, geht es in dieser
Geschichte - die mir sehr gut gefiel -, um zwei verschiedne Wesen oder
handelt es sich um eines, das zweigeteilt ist? Sozusagen frei nach
Goethes Motto: „Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust!“ Wenn dies so
wäre, würde es sich bei der Darstellung um die einer gespaltenen
Persönlichkeit handeln, die für das Rätselhafte, das Dunkle im Menschen,
sprich für sein Unterbewusstsein steht? Und Stevenson nähme seine
Leserinnen und Leser quasi auf eine Art Selbstfindungstrip mit, bei dem
er ihnen ihren eigenen Dr. Jekyll bzw. ihren eigenen Mr. Hyde vor Augen
führt!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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