Bei diesem Roman handelt es sich um verständlich geschriebene
frauenaffine Unterhaltungsliteratur, die sich auch für Männer zu lesen
lohnt! Vielleicht gerade deshalb, weil sie von einem Mann geschrieben
wurde, der sich - vielleicht mit autobiografischen Zügen - in diese
Geschichte, in der sich eine Farmerin in einen Fotografen verliebt,
einbringt. Denn der 2017 verstorbene Autor war wie sein männlicher
Protagonist Fotograf. Beruht die Story vielleicht sogar auf einer wahren
Begebenheit? Möglich wäre dies durchaus! Jedenfalls verbringen die
Protagonisten Francesca und Robert, welcher sie eigentlich nur nach
einem Weg fragen wollte, vier glückliche Tage auf der Farm, die ihr Mann
und ihre zwei Kinder für eine Veranstaltung in einem anderen Ort
verlassen hatten. Was den Liebenden nach ihrer Trennung blieb, war den
Rest ihres Lebens von dieser kurzen gemeinsam verbrachten Zeit zu
zehren. Das war zwar traurig, aber wahr!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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