Direkt zum Hauptbereich

Robert James Waller: Die Brücken am Fluss

Bei diesem Roman handelt es sich um verständlich geschriebene frauenaffine Unterhaltungsliteratur, die sich auch für Männer zu lesen lohnt! Vielleicht gerade deshalb, weil sie von einem Mann geschrieben wurde, der sich - vielleicht mit autobiografischen Zügen - in diese Geschichte, in der sich eine Farmerin in einen Fotografen verliebt, einbringt. Denn der 2017 verstorbene Autor war wie sein männlicher Protagonist Fotograf. Beruht die Story vielleicht sogar auf einer wahren Begebenheit? Möglich wäre dies durchaus! Jedenfalls verbringen die Protagonisten Francesca und Robert, welcher sie eigentlich nur nach einem Weg fragen wollte, vier glückliche Tage auf der Farm, die ihr Mann und ihre zwei Kinder für eine Veranstaltung in einem anderen Ort verlassen hatten. Was den Liebenden nach ihrer Trennung blieb, war den Rest ihres Lebens von dieser kurzen gemeinsam verbrachten Zeit zu zehren. Das war zwar traurig, aber wahr!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nathalie Sarraute: Die goldenen Früchte

Nathalie Sarraute erzählt die „Geschichte“ eines Romans, der nicht existiert! Geschrieben ist er im Stil des „Nouveaus“, den die Autorin im Frankreich der 60er Jahre mitbegründete. Diese Art des Schreibens ist eher deskriptiv, wenn sie Handlung transferiert. Auf den konventionellen Leser wirkt dieses retardierend. 1964 wurde die Autorin für ihren Roman, der mich einerseits irritierte und andererseits faszinierte mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Wer einmal „ausgetretene“ Literaturpfade meiden möchte, ist mit diesem eher kurzgehaltenen Roman bestens bedient und vielleicht auch, wie ich, von ihm und seiner Thematik angetan!

Jan Rankin: Ein Rest von Schuld“ - Krimi -

Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!