Der ägyptische Autor (1911-2006), der u. a. als „Pharao der
Literatur“ apostrophiert wird, schrieb diesen Roman
1965. Er erschien 2005 auf Deutsch. Im Mittelpunkt der Story steht der
Kairoer Anwalt Omar al Hamzawi, der in seiner Midlife-Crisis aus der
Welt scheiden will. In dieser Situation taucht ein Freund aus alten
Zeiten auf, der zusammen mit ihm 20 Jahre zuvor für ein besseres Ägypten
kämpfte. Er, der seine Haftstrafe abgesessen hat ohne seine alten
Kameraden zu verraten, verblüfft den Anwalt mit seiner jovialen Art ihm
gegenüber. Allerdings findet dieser keine passenden Worte für das Verhalten seines Gegenübers. Ganz überzeugen konnte mich dieser Roman nicht! Was allerdings für mich als positives Fazit für ihn spricht, ist, dass er sich durchaus als Appell für Humanität und Freundschaft verstehen
lässt.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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