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Julian Budden: Verdi - Sachbuch -

Verdi wurde 1813 geboren. Mit 9 Jahren war er bereits Organist. Der englische Autor dieses Sachbuchs vergleicht Verdis Art zu komponieren mit Brahms. Allerdings lassen sich bei ihm offensichtlich auch Assoziationen zu Beethoven finden. Eine seiner Arten zu komponieren, ist die der Beschränkung, in der sich laut Goethe der Meister zeigt, wie Budden schreibt! An anderer Stelle führt er an, dass kein anderes Instrument als das Cello Trauer besser transferiert als dieses, und deshalb hätte es Verdi für diese Gemütslage auch ganz bewusst eingesetzt. Darüber hinaus gehört sein Requiem für den Autor zu den größten Meisterwerken der Chormusik. Als ich diese interessanten Ausführungen las, in der sich auch zu Beethoven Verknüpfungen finden lassen, musste ich immer wieder daran denken, dass ich Verdis Geburtsort Roncole, der inzwischen Roncole Verdi heißt, sowie seine Wirkungsstätten in Busseto und Agata vor einigen Jahren besuchte. Und für mich war es damals besonders interessant, aber auch spannend, den Spuren dieses großen Meisters der italienischen Oper, der 1901 verstarb, zu folgen. Meine Lieblingsoper von Verdi ist übrigens „Nabucco“ mit dem für mich sehr beeindruckenden Gefangenenchor!

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