Wieder einmal fesselte mich ein Roman dieses Autors von der ersten bis
zur letzten Minute! Man kann es schon „starken Tobak“ nennen, was
Burnside in seinem „Haus der Stummen“, übrigens sein erster Roman, über
das, was Menschen anderen Menschen antun können, schreibt. Er zeigt,
dass ein Mensch unberechenbarer und brutaler sein kann, als jedes andere
Lebewesen, wenn er von abstrusen Gedanken zu töten getrieben wird und
sich dabei scheinbar als Forscher gibt, der sich von seinen niedrigsten
Instinkten leiten lässt, um der Seele seines Opfers nachzuspüren! Als
Leser gerät man in einen Sog des Grauens, der einen über das Ende des
Romans hinaus nicht so leicht loslässt.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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