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Alexis Kivi: Die sieben Brüder

Der finnische Autor (1834-1872), der eigentlich Alexius Stendal hieß, schrieb unter seinem o. g. Pseudonym als erster in seiner Heimatsprache. Zuvor war die Amtssprache in seinem Land das Schwedische. Kiwis Roman wurde zu seinen Lebzeiten negativ aufgenommen. Krank und unglücklich starb er im Alter von nur 38 Jahren. Zunächst empfand ich den Aufbau des Romans als sehr ungewohnt, denn er besteht überwiegend aus Dialogen. Wenn man sich allerdings als Leser an dieses literarischen Stilmittel gewöhnt hat, und sich zudem auf das Mythische der Geschichte einlässt, fällt es einem leicht dem Autor dieser sozial- und gesellschaftskritischen Erzählung zu folgen. Sie spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Für mich ist es allerdings als Leser des 21. Jahrhunderts erschreckend zu lesen, wie das (analphabetische) Volk, damals durch den Staat und Klerus dominiert wurde. Jedoch wird es für mich heutzutage ebenfalls dominiert, nämlich vom Kapitalismus, der sich verbrämt soziale Marktwirtschaft nennt!

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