Diesem autobiographischen Roman aus Japan steht eine Einleitung zum
Thema „Schönheit“ aus Dostojeweskis Werk „Die Brüder Karamasow“ voran.
Der attraktive Ich-Erzähler dieser berührenden Geschichte kämpft mit
seiner Homosexualität und versucht sie zu verbergen, wobei er allerdings
in eine schwere Identitätskrise gerät. Ich las diesen Roman bereits vor
ca. 30 Jahren und er gefiel und berührte mich zugleich, wie auch dieses
Mal. Gesellschaftliche Zwänge in den 40er und 50er Jahren des letzten
Jahrhunderts engen die Entfaltungsmöglichkeiten, dieses individuellen
Charakters ein, sodass er sich und seinen Mitmenschen permanent etwas
vorspielt, was schließlich dazu führt, dass es für ihn nur einen Ausweg
aus seiner Zerrissenheit gibt!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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