Die fast mystische Story, des in Prag 1882 geborenen österreichische
Schriftstellers, steckt voller visionärer Fantasie und lässt dem Leser
eigene Interpretationen offen. Thema der Story, in der der Ich-Erzähler
Georg Amberg steht, ist die unerschütterliche Gläubigkeit an den
Fortschritt, gepaart mit einem blinden Vertrauen in die Wissenschaft.
Amberg experimentiert mit Mutterkorn, wobei es ihm gelingt, eine
Substanz zu extrahieren, die bei ihrer Einnahme zu Rauschzuständen
führt. Seine daraus resultierenden Visionen zeigt Perutz auf höchster
literarischer Ebene in zwei Varianten auf, sodass es dem Leser nicht zu
100 % möglich ist, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden! Einen
untergründigen Aspekt in diesem Roman spielt die Adelsgesellschaft: Sie
spürt wie ihre gesellschaftliche Reputation in der noch jungen
demokratischen Gesellschaft langsam schwindet und sie ihren
uneingeschränkten Status langsam verliert.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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