Dieser Roman der amerikanischen Schriftstellerin (Jahrgang 1947) und
Vielschreiberin, die mit ihren Eltern 1954 aus England nach Amerika
einwanderte, erschien 1991. In seinem Mittelpunkt steht eine Teenagerin,
die quasi aus heiterem Himmel schwanger wurde. Selbstverständlich ist
die Aufregung groß: Besonders der bigotte katholische Geistliche tobt!
Der tolerante und wissenschaftlich interessierte Hausarzt ist von der
vermeintlichen vom „Heiligen Geist“ inszenierten Schwangerschaft
begeistert, weil er sich von diesem Vorfall als begleitender Arzt
Aufmerksamkeit aus medizinischen Fachkreisen verspricht. Die aus
Eifersucht von ihrem Freund verlassene 17-Jährige und von ihren Eltern
gescholtene Mary steht mehr oder weniger allein gelassen mit ihrer
Situation als schwangere Jungfrau im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
da! Allerdings scheint es selbst im mit Traumfabriken und Wunderwelten
gespickten Amerika Grenzen für Erdenbürger zugeben, diese Tatsache
empfinde ich als sehr beruhigend! Laut Aussage meiner Frau, aus deren
Fundus ich mir diesen Roman nahm, soll es bessere Bücher dieser Autorin
geben.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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