Direkt zum Hauptbereich

Ruth Schweikert: Augen zu

Eine Frau reflektiert an ihrem 30. Geburtstag ihr Leben. Gedankenströme fließen: Biographien, Erlebnisse, Zeiten verschwimmen. Der Leser erlebt einen sprachlich meisterhaften Literaturerguss einer exzellenten Lyrikerin und Schriftstellerin, dem er trotz großer Bemühungen inhaltlich nicht immer folgen kann. Zum Schluss aber spürt er förmlich die katharsische Reinigung, die die Protagonistin bei diesem emotionalen Parforceritt erlebt und fühlt sich am Ende selbst ein wenig durcheinander geschüttelt. Mein Fazit: Lesenswert!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nathalie Sarraute: Die goldenen Früchte

Nathalie Sarraute erzählt die „Geschichte“ eines Romans, der nicht existiert! Geschrieben ist er im Stil des „Nouveaus“, den die Autorin im Frankreich der 60er Jahre mitbegründete. Diese Art des Schreibens ist eher deskriptiv, wenn sie Handlung transferiert. Auf den konventionellen Leser wirkt dieses retardierend. 1964 wurde die Autorin für ihren Roman, der mich einerseits irritierte und andererseits faszinierte mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Wer einmal „ausgetretene“ Literaturpfade meiden möchte, ist mit diesem eher kurzgehaltenen Roman bestens bedient und vielleicht auch, wie ich, von ihm und seiner Thematik angetan!

Jan Rankin: Ein Rest von Schuld“ - Krimi -

Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!