Der Amerikaner Julien Green präsentiert in diesem Psychothriller von
1929, der erst nach mehr als 60 Seiten richtig Fahrt aufnimmt, einen
Seelenstriptease vom feinsten. Seine Charaktere, vor allem der zum
Mörder werdende Protagonist, lassen ihre Masken fallen und outen sich
als fragile Wesen, wenn plötzlich ihre kleinbürgerliche, und scheinbar
heile Welt in der französischen Provinz durch sexuelle und merkantile
Obsessionen zusammenbricht. Ein gelungener Roman dieses Genres, aber
sicher keine Meisterwerk, das auf Ewigkeit in der Weltliteratur Einzug
hält.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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