Dieser Roman des Engländers Barnes ist ein nicht ganz
leicht zu lesender „Lobgesang“ auf Flaubert und dessen Literatur und wird der
Postmoderne zugeordnet. Im Mittelpunkt der Story stehen der ehemalige Landarzt
Geoffrey Braithwaite und seine Gedankenstürme, die er sich zu seinem
französischen Lieblingsautor macht. Nach und nach gibt der Protagonist zudem
Einzelheiten über seine verstorbene Frau und über seine Beziehung zur ihr
preis. Letztlich zeigt „Flauberts Papagei“ aber auch, dass es nicht möglich
ist, das Leben eines Menschen eins zu eins wiederzugeben, da jedes Individuum
so viele Facetten hat, sodass man ihm insgesamt nie ganz gerecht werden kann.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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