Der Autor hat als Jugendlicher Ausschwitz und Buchenwald am eigenen
Leib er- und überlebt. Eindrucksvoll schildert er seine Erfahrung, die
er nicht, wie oft von Außenstehenden apostrophiert, als Hölle empfunden
hat, sondern als eine endlose Aneinanderreihung von Zeit, die er, ein
glücklich Überlebender, ausgewartet hat. Dem ungarischen
Nobelpreisträger für Literatur Kertèsz, ist mit diesem Roman ein
Ausnahmewerk über die Schilderung von KZ-Greueltaten und anderen
deutschen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus gelungen. Er
beschreibt eine erschreckend vermeintliche „Normalität“, die mir, dem
Leser, den Atem anhalten lässt.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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