Der jüdische Autor und Psychoanalytiker Hans Keilson, der 2011 im
Alter von 101 Jahren starb und zahlreiche Werke mit autobiografischen
Zügen hinterließ, erzählt in dieser Geschichte, bei der es sich um eine
Parabel handelt, von einem Mann, dessen Eltern im 3. Reich deportiert
und ermordet wurden. Er selbst überlebte als Flüchtling. Keilson zeigt
auf wie Hass entsteht und macht für mich in seinem, nicht immer einfach
zu lesenden „Text-Experiment“ zudem eindringlich klar, welche
untergründigen Verbindungen es zwischen Täter und Opfer gibt und wie
Liebe und Hass ineinandergreifen.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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