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Gabriel García Márquez: Erinnerungen an meine traurigen Huren

Dieser kurze faszinierende und letzte Roman von Márquez, erschienen 2004, stellt sich für mich nach seinem Tod wie ein grandioser Abgesang dar, sowie nur er ihn hat verfassen können. Ein Greis von 90 Jahren, der sein ganzes Leben lang für Sex bezahlt hat, entdeckt die Liebe: „An jenem Abend, wieder daheim ohne Katze und ohne Delgadina, stellte ich fest, dass Sterben nicht nur im Bereich des Möglichen lag, sondern dass ich, alt und mutterseelenallein, gerade dabei war, vor Liebe zu sterben.“ (S. 119). Eindrucksvoller lassen sich Vergänglichkeit und Liebe nicht beschreiben!

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