Nach "Kassandra" ist dieser Roman aus dem Jahre 1998, der aus
Monologen besteht, Christa Wolfs weiterer Ausflug in die griechische
Mythologie. Auch hier steht eine Frauenfigur im Vordergrund, die ihren
eigenen Weg geht! Man spürt, dass Christa Wolf viel von sich selbst und
der "Wendezeit" in ihre Schlüsselfigur legt, um so aus der Vergangenheit
auf die Parallelen zur Gegenwart zu verweisen. Inhaltlich ist das bei
manchen Kritikern umstritten. Aber für mich ist auch dieses Werk
sprachlich einfach meisterlich.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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