Dieses Portrait über den „Literaturpapst“ Reich-Ranicki ist sehr
interessant, obwohl er 2013 verstarb, wird er als Kritiker unnachahmlich und
vor allem unvergesslich bleiben. Er entdeckte Talente und entthronte Größen mit
seiner spitzen Feder und im Fernsehen mit seiner flotten Zunge, wobei er die
Spreu vom Weizen trennte, und auf diese Art und Weise unzählige Menschen zum
Lesen anregte, von denen bestimmt viele ohne sein Dazutun nicht zum Buch
gegriffen hätten. Hier noch ein Reich-Ranicki-Kriterium für ein gutes Buch: Es
darf einen nicht ermüden, es muss einen erschüttern!
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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