Dieser Roman gilt als Klassiker der Sincefiktion-Romane, der aber
doch ganz anders daherkommt als der Großteil dieses Genres. Auf Solaris
gibt es Kunstwesen. Sie stellen sich den Menschen zur Seite, entpuppen
sich als früherer Lebenspartner und verhalten sich bis zu einem gewissen
Punkt real. Der Protagonist dieser Geschichte, Kris Kelvin, der einer
früheren Geliebten begegnet, fragt sich, ob er sein Gegenüber bewusst
erlebt oder ob es reine Einbildung ist. Die noch anwesenden Bewohner der
Station, die selbst zwischen den Welten schweben, können ihm nicht
weiterhelfen. So stellt sich für ihn, aber auch für den Leser, die Frage
was ist bewusst, was ist unbewusst und was bilde ich mir ein. Und über
allem steht bei Lem, dem katholischen Polen, letztendlich aber immer
Gott, um Großes und Unerklärliches vielleicht doch begreifbar zumachen.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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