Ein wunderbarer Roman in Tagebuchform, in dem ein junger Mann kurz
vor seiner Einberufung zum Militärdienst Mitte der 40er Jahre des
letzten Jahrhunderts auf der Suche nach seinem Ich ist und dabei seine
Balance zur Welt verliert. Als Leser spürt man mit jedem Satz, wie sich
der verheiratete junge Mann Stück für Stück um seinen Platz im Leben
bringt. Das geschieht vor allem durch seine permanenten Grübeleien, die
mit harten Urteilen über seine Mitmenschen, sowie durch körperliche
Gewalt gegen diese, einhergehen. Warnung: In depressiver Fassung sollte
man diesen Roman, der zur Weltliteratur zählt, eher nicht lesen!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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