Er ist einfach ein virtuoser Autor, der kurz einmal, ich möchte
sogar sagen fast locker-flockig, mit höchstem literarischen Anspruch
sein bisheriges Leben, ohne dabei mit Selbstkritik zusparen, Revue
passieren lässt und so seine Leserschaft begeistert. Sicherlich nicht
nur den Teil, dem ich langsam angehöre, der unweigerlich in ein Alter
gerät von dem sich sagen lässt, wie Auster es konstatiert, dass es
langsam den Winter des Lebens einläutet. Fazit: Ein weiters,
lesenswertes Meisterstück des amerikanischen Autors mit jüdischen
Wurzeln, auf die er in seinen Ausführungen mehrfach hinweist und die mir
bisher nicht bekannt warern. Bilanz: Auch für jüngere Semester
lesenwert!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen