Modiano zu lesen, ist für mich fast zu einer Sucht geworden! Auf
seinen Spaziergängen durch Paris, die man quasi abgehen könnte, begegnet
er in seinen Erinnerungen Menschen und vergangene Ereignisse, die wie
Puzzleteile Leben und Epochen zusammensetzen, wobei Details oft im
Dunkeln bleiben; allerdings Fragen nach Vergessen, Schuld und Identität
immer wieder auftauchen. Und genau dieses Konglomerat muss es sein, das
mich an Modianos Geschichten süchtig macht.
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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