Rafael Trujillo (geb. 1891), der Tyrann der Dominikanischen
Republik, war einer der brutalsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts und
wurde am 30. Mai 1961 ermordet. In seinem hervorragenden Roman stellt
der peruanische Autor das Attentat sowie die Anwältin Urania Carbel, die
nach langen New Yorker Exiljahren in ihre Heimat für einen kurzen
Besuch zurückkehrt, in den Mittelpunkt seiner Erzählung und lässt sie
ihren Verwandten ihr grausames Schicksal, das ihr der Ziegenbock, so
lautete der Spitzname Trujillos, mit dem Wissen ihres Vaters als
14-Jährige angetan hat, erzählen. Dass sie ihm, dem inzwischen schwer
Kranken und Verstummten, trotz der Bitte ihrer Tante, die seine
Schwester ist, nicht verzeihen kann, ist nur allzu verständlich. Dieser
Roman, der nicht linear erzählt wird, was ein guter Griff ist, ist
spannend wie ein Thriller; und nicht nur aus diesem Grund absolut
empfehlenswert!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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