Schiller war noch nie mein Favorit was deutsche Literaten angeht.
Es ist und bleibt Goethe! Er schreibt für mich mit Leichtigkeit und
einem lächelnden Auge, obwohl seine Feder meist gespitzt ist. Wo hingen
Schillers Werke auf mich immer gewollt und zum Teil verkrampft wirken.
Liegt es daran, dass sein Vater Militarist war? Andererseits ist ihm
deshalb vielleicht auch die Wallenstein-Triologie so hervorragend
gelungen! Nicht zuletzt aufgrund des Wallenstein hat er, was die Dramen
betrifft, seinem Meister Goethe durchaus etwas voraus. Vielleicht wäre
bei ihm vieles anders gelaufen, wenn er nicht in der „Goethezeit“ gelebt
hätte und seinem Idol gefallen wollte. Alles in allem: Goethe und
Schiller sind für mich als Klassiker nicht zu übertreffen. Selbst
Heinrich Heine, durchaus ein Genie, kann den zwei nicht das Wasser
reichen. Allerdings weiß man nicht, wie sich der talentierte Georg
Büchner entwickelt hätte, wäre er nicht bereits mit 23 Jahren gestorben.
Wie auch immer, wenn Mario Adorf liest, muss man Schiller, der mit nur
44 Jahren starb, einfach lauschen, denn sie werden durch seine
Interpretation zu einem besonderen Genuss.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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