Ein Apotheker auf Abwegen! Oder ist er auf dem Weg zu sich selbst?
Handkes Erzählstil und seine damit verbundene Sprache sind
bekanntermaßen gewöhnungsbedürftig, lässt man sich allerdings auf beides
ein, dann eröffnen sie einem neue gedankliche Horizonte, die in eine
eigene Welt, fast möchte ich sagen in eine Märchenwelt führen, in der
man sich als Leser zunächst zurecht finden muss, ist aber dieses
Geschehen, fühlt man sich, quasi wie von selbst, als ein Element dieser
facettenreichen Geschichte, was dem „Verzauberer“ Handke, mit
spielerischer Leichtigkeit gelingt.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen