„Dreh dich nicht um, der … geht um!“ In dieser Fantasiegeschichte
ist es der weibliche Vampir Carmilla, der in einem Schloss in der Steiermark
seine Gepflogenheiten nachgeht und seinen Opfern sonderbare Qualen, gepaart mit
lesbischen Fantasien beschert. Diese „gothic
fiction“, auf Deutsch „Schauerroman“, erlebte seinen Höhepunkt im 19.
Jahrhundert. Joseph Sheridan Le Fanu, Sohn
eines irischen protestantischen Geistlichen mit
hugenottischer Abstammung war
seiner Zeit ein Meister dieses Genres. Seine Fantasie vollen Geschichten, gespickt
mit literarischem Können und geschliffener literarischer Sprache, waren in der
damaligen Zeit gefragt und beliebt zugleich! Zu den Bewunderern des Autors
gehörten u. a. Henry James und James Joyce.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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