Direkt zum Hauptbereich

Joseph Sheridan Le Fanu: Carmilla der weibliche Vampir


„Dreh dich nicht um, der … geht um!“ In dieser Fantasiegeschichte ist es der weibliche Vampir Carmilla, der in einem Schloss in der Steiermark seine Gepflogenheiten nachgeht und seinen Opfern sonderbare Qualen, gepaart mit lesbischen Fantasien beschert. Diese „gothic fiction“, auf Deutsch „Schauerroman“, erlebte seinen Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Joseph Sheridan Le Fanu, Sohn eines irischen protestantischen Geistlichen mit hugenottischer Abstammung war seiner Zeit ein Meister dieses Genres. Seine Fantasie vollen Geschichten, gespickt mit literarischem Können und geschliffener literarischer Sprache, waren in der damaligen Zeit gefragt und beliebt zugleich! Zu den Bewunderern des Autors gehörten u. a. Henry James und James Joyce.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Nathalie Sarraute: Die goldenen Früchte

Nathalie Sarraute erzählt die „Geschichte“ eines Romans, der nicht existiert! Geschrieben ist er im Stil des „Nouveaus“, den die Autorin im Frankreich der 60er Jahre mitbegründete. Diese Art des Schreibens ist eher deskriptiv, wenn sie Handlung transferiert. Auf den konventionellen Leser wirkt dieses retardierend. 1964 wurde die Autorin für ihren Roman, der mich einerseits irritierte und andererseits faszinierte mit dem internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. Wer einmal „ausgetretene“ Literaturpfade meiden möchte, ist mit diesem eher kurzgehaltenen Roman bestens bedient und vielleicht auch, wie ich, von ihm und seiner Thematik angetan!

Jan Rankin: Ein Rest von Schuld“ - Krimi -

Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!