Auch dieser Roman, der in Las Vegas und Reno spielt, des
amerikanischer Schriftstellers und Musikers - der auch Sänger der Band Richmond
Fontaine ist - vermittelt wie „Ditte Menschenkind“ keine Hoffnung, höchstens am
Schluss einen kleinen winzigen Schimmer. In Vlautins Story steht ebenfalls eine Frau aus der Unterschicht bzw. dem Prekariat im Mittelpunkt. Obwohl
sie, ihr Vorname ist Allison, mehr als 100 Jahre später als Ditte lebt, hat sie ebenfalls keine Chance
ihrem Milieu zu entrinnen. Unterstrichen wird die depressive Grundstimmung der
Handlung von einem Soundtrack, den der Autor, zusammen mit Paul Brainard
einspielte. Willy Vlautin - die Übersetzung übernahm Robin Detje - benutzt eine
einfache, aber sehr fesselnde Sprache, die mich von Anfang an in ihren Bann
zog. Bei diesem Buch handelt es sich folglich nicht um Weltliteratur, aber
dieser Aspekt tut diesem zeitgenössischen schnörkellosen Roman eher gut. Mein
Tipp: Lesenswert!
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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