Dieser etwas ausschweifende Roman, der in der Schlafwagenszene spielt
und in dessen Mittelpunkt ein studentischer Aushilfsschaffner steht, fordert
von seinem Leser volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Andererseits bietet er
eine sehr kreative, schöpferische aber auch ironische Sprache sowie einen
komplexen und vielschichtigen Plot, in dem sich eine großen Anzahl von
Charakteren tummelt und unzählige Details aus den verschiedensten Bereichen zur
Sprache kommen, die mir - und sicher auch anderen Lesern - nicht unbedingt
bekannt waren. Fazit: Grand Tour bietet eine bewegende und lebendige Story
auf Schienen!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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