Richard David Precht: Wer bin ich - und wenn ja wie viele?
Das Buch ist nicht schlecht. Der Stil bzw. die Sprache ist ganz i. O.! Nur
hat Herr Precht ziemlich viele Themen in sein Werk hineingepackt! Wahrscheinlich
wollte er seine Meinung zu all den Themen loswerden. Mit Philosophie im
eigentlichen Sinne hat das Buch am Ende nicht mehr viel zu tun. Wenn man in die
Philosophie (-Geschichte) einsteigen möchte, gibt es eine Reihe von besseren
und interessanteren Büchern. Das Beste an Prechts Buch ist eigentlich der
Titel, aber er deckt nicht den Inhalt des Buches ab. Übrigens, der Titel hat
mich auf das Buch neugierig gemacht. Ein Titel kann somit ebenfalls so
irreführend wie ein Umschlagtext sein.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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