Fontane porträtiert in diesem für mich wirklich köstlich und
unterhaltsam geschriebenen Roman mit autobiographischen Zügen,
gewissermaßen die Berliner Gesellschaft des ausgehenden 19.
Jahrhunderts. Der Roman trägt den Untertitel „Wo sich Herz zum Herz
findt“. Mit seinem bissigen Spott und seiner bitteren Ironie zeigt
Fontane deutlich, wie hohl und oberflächlich sich das Bürgertum der
damaligen Zeit gab. Allerdings gebärdet sich die heutige sogenannte „Upper Class" kein Deut besser!
Ein Meisterwerk der Weltliteratur! Ein grandioser Diskurs um das Ich. Der Held dieses Buches mit dem Namen Vitangelo Moscarda und Träger einer schiefen Nase will frei sein. Bei diesem Versuch landet er in der Psychiatrie und findet, dass man nur wirklich frei wird, wenn man sich permanent neu erfindet!
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