Die einzelnen Kapitel des spannenden und gut geschriebenen
Thrillers, der 1940 zur Zeit des 2. Weltkrieges in London spielt, sind
jeweils aus der Sichtweise der agierenden Charaktere geschrieben.
Besonders interessant und erschreckend zugleich, ist die Perspektive des
Mörders, der nach außen hin einen jungen, gut funktionierenden Flieger
der britischen Luftwaffe abgibt. Offensichtlich kann er aber nicht damit
umgehen, Menschen zu töten, wie es von ihm als Kampfpilot verlangt
wird. Allerdings erfüllt er seinen Auftrag trotzdem und macht in einer
Art krankhaften Wahns in seiner Freizeit nahtlos da weiter, wofür er als
Flieger ausgebildet wurde und bezahlt wird. Übrigens, die über 65
Millionen bei Kampfhandlungen getöteten Menschen des 2. Weltkrieges
waren in der Mehrzahl keine Soldaten, sondern Zivilisten!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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