„Die Ameisen gehen durchs Land, lange Karawanen, eilen fleißig durch
den Sand auf gepflegten Bahnen, wenn es einem schwierig scheint, etwas
fort zu schieben, transportieren es vereint, sechse oder sieben.“ Das
ist ein Teil eines alten Kinderreimes. Ja, bereits als Kind fanden wir
diese Tierchen interessant und faszinierend. Allerdings sind wir mit
ihnen nicht immer wohlwollend umgegangen. Das haben diese kleinen
Krabbeltiere eigentlich nicht verdient, weil sie beispielsweise in
unseren Wäldern wichtigen Aufgaben nachkommen, die diese schützen. Zudem
leben Ameisen wie wir Menschen in Gemeinschaften und sind somit soziale
Wesen. Deshalb denke ich, kann ihr Verhalten uns durchaus als Spiegel
dienen. Bei näherer Betrachtung zeigt es sich allerdings, dass die
kleinen Tierchen mit ihren Artgenossen nicht selten solidarischer
umgehen, als wir mit den unsrigen. Somit lohnt es sich durchaus, Walter
Kirchners Aufzeichungen über die Ameisen zu lesen!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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