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Markus Seidel: Freischwimmer

Ein lesenwerter kurzer Roman (231 S.), der sich in einem Zug, nicht nur in einem Zug*) bei einer etwas längeren Reise, gut lesen lässt. Vielleicht liegt dieses auch daran, dass Markus Seidel ihn wie aus einem Guss schrieb. Seine Ausführungen kommen mir vor, als seien sie ein ziemlich langer
Atem der erst ausgeht, wenn das letzte Wort gedacht bzw. gesagt ist. Die Worte in diesem Roman gehören dem Ich-Erzähler Hannes, einem Berliner Buchhändler, der seinen Leser einerseits auf seine Gefühlsreise und andererseits auf einen fünftägigen Cafe-, Kneipen-, und Stadtviertel-Trip durch die Bundeshauptstadt am Ende des letzten Jahrhunderts mitnimmt. Zum Schluss findet Hannes, kurze aufregende, besinnliche und erotische Erlebnisse eingeschlossen, zu sich bzw. zu seiner Freundin zurück. *) Sinniger Weise fand ich dieses Buch beim Ende einer eher kurzen Zugfahrt
verlassen auf einem Sitz.

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