Borges ist ein Autor der nichts neu erfindet. Er ist ein belesener
Literat, der sozusagen vorgefundene Werke auf- und vermischt, um sie mit
seiner Schreibkunst auf neue, ungeahnte Bahnen zu katapultieren, die
den Leser von einer in die nächste Ungewissheit stürzt, aus der er sich
selbst seinen Weg bahnen muss, damit er sich in Borges dunklen
Labyrinthen nicht ganz verliert. Große Literatur die erhellt, wenn der
Leser seinen Ausgang findet!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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