Dieser poetische und lesenswerte Roman des französisch-mauritischen
Schriftstellers, der 2008 den Nobelpreis für Literatur erhielt, führt
den Leser in die Wüste und stellt ihm auf einer Ebene die junge
Marokkanerin Lalla vor! Diese treibt es aus der Sandwüste hinaus und in
das Häusermeer der südfranzösischen Großstadt Marseille hinein, um dort
ihr Glück zu finden. Clézios zweiter Handlungsstrang ist die Traumebene
der jungen Frau. Auf ihr begegnet ihr immer wieder einer Karawane, die
1909/1910 in der Westsahara unterwegs ist und von der man ihr als Kind
oftmals erzählte.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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