Das Böse ist zum Greifen nah! Diese Tragödie ist höchst dramatisch
und grausam: Zunächst verliert Lear den Verstand, dann das Leben. Der
Leser aber sollte nicht seinen Kopf verlieren, um das Böse zu erkennen,
das überall steckt. Vielleicht auch in ihm selbst, denn von der Vernunft
bis zum Wahnsinn ist es oftmals gar nicht so weit. Siehe König Lear!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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