- Wem ein Sachbuch zu anspruchsvoll bzw. zu nüchtern ist, ist mit
diesem Roman, der die diplomatischen Aktivitäten kurz vor dem Ausbruch
des 1. Weltkriegs dokumentiert, gut bedient. Eigentlich war den
Beteiligten Österreichs und Deutschlands klar, dass eine Kriegserklärung
an Serbien nur in ein Chaos führen konnte. Aber ihr bornierter
Größenwahn und die Machtsmachtsansprüche der Gegner, beides eingebettet
in männliche Eitelkeit, führten in das Chaos, das mit der Katastrophe
des 2. Weltkriegs erst seinen abschließenden Höhepunkt in dem Untergang
des sogenannten "Großdeutsches Reiches" fand.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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