Auch dieses Buch, das in Las Vegas
und Reno spielt, vermittelt wie das zuletzt genannte keine Hoffnung, höchstens am Schluss einen
kleinen Schimmer. Hier geht es ebenfalls um eine Frau aus der
Unterschicht bzw. dem Prekariat. Sie heißt Allison. Obwohl sie mehr als
100 Jahre später als Ditte lebt, hat sie ebenfalls keine Chance ihrem
Milieu zu entrinnen. Unterstrichen wird die depressive Grundstimmung
dieses Romans von einem Soundtrack, den der Autor, er ist auch Musiker,
zusammen mit Paul Brainard eingespielt hat. Willy Vlautin - die
Übersetzung hat Robin Detje übernommen - benutzt eine sehr einfache aber
sehr fesselnde Sprache, die mich von Anfang an in einen Bann gezogen
hat. Auch bei diesem Buch handelt es sich nicht um Weltliteratur, aber
das tut diesem zeitgenössischen schnörkellosen Roman eher gut. Mein
Tipp: Ebenfalls lesenswert.
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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