Dieses "philosophische" Werk sprach mich beim Lesen eher weniger an. Das Thema - die Idee an sich,
Nietzsche in einen fiktiven Kontext seiner Zeit zu setzen - sowie die
daraus resultierenden Dialoge zwischen den Protagonisten sind recht
interessant und entbehren teilweise nicht einer gewissen Komik. Das
Drumherum, die Nebenhandlung, zeigte aber, dass der Autor kein
Schriftsteller sondern ein Psychiater ist. Kürze hätte hier gut getan!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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