Dieser
Roman erschien im Februar 2008. Ich las ihn recht bald. Die Story ist einfach
nur banal! Von Frau Roche hatte ich mir mehr versprochen. Provokation als
alleinige Grundlage eines Buches reicht einfach nicht aus, um mehr als 200
Seiten zu füllen! Obwohl ich mit der Autorin durchaus die eine andere oder These
teile, wie z. B. ihre Kritik an dem Reinigungs- und Hygienewahn der Frauen - der
offensichtlich von Männern erwartet wird - geben Story, Stil und Sprache einfach
zu wenig her. Wobei ich aus heutiger Sicht den Eindruck habe, dass sich
inzwischen der allgemeine "Waschzwang", vermutlich aufgrund von allumfassender
penetranter Werbung, noch um einiges potenziert hat; was sich unschwer an
aufdringlichen Geruchsschwaden, die einem beispielsweise in öffentlichen
Verkehrsmittel unangenehm in die Nase steigen, diagnostizieren
lässt!
Das Buch, welches mir von einem Rankin-Fan empfohlen und ausgeliehen wurde, bietet eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und Allgemeinplätzen sowie jede Menge an platten Sätzen wie folgende: „Der Gangster bleckte grinsend ein kostspieliges Gebiss. Dann sog er schnüffelnd die Luft ein und schlenderte zur anderen Seite der Brücke.“ Lese-Qual statt Lese-Vergnügen, Zumutung statt Unterhaltung!
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